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amaThera Bearbeiten

amaThera beansprucht für sich, das Nachfolgereich des legendären Thera aus der Zeit vor dem Zorn zu sein. Diese Behauptung ist es, worum sich der gesamte Staat aufgebaut hat, und der permanente Blick über die Schulter beim Vorwärtsschreiten prägt die Haltung sowohl von Politikern als auch Bürgern. Gleichzeitig eine der fortschrittlichsten und traditionellsten Nationen der Sphäre schafft amaThera für sich Tatsachen durch bloße Erinnerung und Überzeugungskraft – obwohl man Kontakte mit anderen Reichen pflegt, besetzt es Posten zur Verwaltung anderer Kontinente, die schon seit Jahrtausenden nicht mehr unter ihrer Kontrolle stehen.

internationale Rolle Bearbeiten

Die gedankenlose Arroganz, mit der man an vergangene Tage anzuschließen versucht und stillschweigend aber unmissverständlich die ganze Sphäre als Besitztum ansieht wird ebenso stillschweigend und mit mal amüsiertem, mal verärgertem Missbehagen von anderen Staaten betrachtet. Doch die industrielle Revolution, die Fruchtbarkeit des Bodens und die religiöse Einheit amaTheras machen es zu einem Machtfaktor, den zu stören man nicht wagt. Statt dessen hofft die Welt, dass es noch eine Weile mit seinen inneren Krisen ringen wird.

Trotzdem ist der Stand des Reiches in der zunehmend vernetzteren Weltpolitik der Sphäre ein unklarer. Die Kir, führende Kultur wenn auch nicht Macht Aithwas, hegen einerseits den am besten gefütterten und gepflegten Groll gegen amaThera als Nachfolger Theras, das seine ersten Städte der Menschheit zerstörte, passt sich aber mit der den Kir zu eigenen sanften Hinname an die bestehende Situation an und versucht, von seinem Thron aus Büchern und Gebeten aus vagen Einfluss zu nehmen und die ethnischen Minderheiten und religiösen Kulte der Zwillingskirche auf amaTheranischem Boden zu schützen.

Die Sviyinne, selbst mit ihren eigenen Umstürzen oder dem Klima beschäftigt, führen einen unterschwelligen Krieg gegen selwe'sche Siedler, die zum theranischen Kulturkreis gehören, würden es aber aus Angst nie wagen, den eigentlichen Staat anzugreifen. Auf den Inselgruppen im Meer der Brücken herrscht so ein ständig unterbrochener Waffenstillstand.

Zilin hat wenig Meinung zu amaThera, seine Machtblöcke verschieben sich immer weiter nach Südwesten, seitdem die Zeit des Gyoun-Ya vorbei ist und auch das Szaban-Ya nur eine kurzlebige Schöpfung zu sein scheint. Zumal es kaum einem noch klar ist, wie der Zusammenhang zwischen den verschwundenen duarischen Iliaren und den Erlöserkönigen der Damay tatsächlich ist.

Linye ist zu abgeschottet und zu weit entfernt von amaThera, um eine Meinung zu haben, und so verbleiben die Kontinente, die zu theranischer Zeit keine Rolle spielten, aber nun Ethnien und Staaten beherbergen, die aufwärts streben.

Auf Achurca sind es die Cojocalawpeh, die goldenen Menschen des Regenwaldstaates, die mit amaThera Kontakt pflegen und mit überheblicher Neugierde Technik und Kultur der Fremden jenseits des Meeres untersuchen und so einen Vorteil über den Hochgebirgsstaat der Barakadash zu erreichen versuchen. Auf Nunuka sind es wiederum die Händlerkönige der Gatwana, die amaThera hofieren und ihre Schiffe in ihre Häfen einladen und ihre Götter in ihr Pantheon... aber die fortschrittliche Nation der Pentchaka betrachtet im Stillen den selwe'schen Konkurrenten und plant für alle Fälle.


Lage und Geographie Bearbeiten

AmaThera umfasst den größten Teil des selwe'schen Kontinentes südlich des langen Systems von Gebirgszügen, die aus der Bewegung zweier Platten aufeinander zu entstanden sind und im moderenen amaTheranisch den Namen Pacsahe tragen, was sich wiederum den Etymologen zufolge entweder vom Urtheranischen padwi (Superlativ von 'hoch') oder dem Uchma-Wort für 'religiöses Geheimnis' Paksawhee ableitet.

Bis auf südliche Inselausläufer befindet sich das Reich damit in den gemäßigten Breiten, wenn auch der Norden aufgrund der Höhenlage und der Position im Herzen des Kontinentes mit harten Wintern zu leben hat, die den ehemaligen südlichen Staaten, die im Reich aufgingen, gänzlich unbekannt sind.

Die letzte Eiszeit vor ca. neuntausend Jahren hat im Gebirge langgezogene Talstrukturen und darin gestaute Seen hinterlassen sowie am Rande ihrer Ausdehnung Endmoränenlandschaften im Herzen des Reiches zurückgelassen. Von diesen an nordwärts ist zunehmende Bewaldung prägendes Zeichen der vergleichsweise dünn besiedelten Landschaft und so wundert es nicht, dass die Kulte und Geister der Region sich um den Wald als göttliche und ursprüngliche Identität drehen.

In den fruchtbareren Lössböden an den Mittelläufen der meisten Flüsse finden sich die ersten neolithischen Zentren Selwes, die den Kontinent jedoch einer sanften Sesshaftigkeit unterwarfen, die fließend aus den umherstreifenden Gruppenstrukturen der ersten Keramikzeit erwuchsen. So ist bis heute die Landwirtschaft amaTheras von extensiver Landnutzung und wenig veredelten oder durch Domestikation und Zucht veränderten Pflanzen und Tieren geprägt. Nahrungsmittel wie Tiseth, ein aufgrund seines hohen Oxalatgehalts zahnschädigenden aber simpel als gedüngtes Grünland anzubauenden Sauergrases, sind Zeichen dieser fortlaufenden Nutzung ehemaliger Sammelfrüchte, so wie die ausgedehnten Herden von Grauhirschen auf ein früheres übliches Jagdwild zurückgreifen.

Der gesamte Küstenbereich amaTheras und die zum Staat gehörenden Inseln sind logischerweise stark von Seefahrt und Fischfang sowie Hai- und Waljagd geprägt. Jedoch stammen die Mittel für diese Erwerbszweige aus unterschiedlichen Ursprungskulturen und während der Osten hochseetüchtige Schiffe baut, die lange Strecken autark zurücklegen können, finden sich an den meisten anderen Küsten eher für kurze Distanzen zwischen Inseln und Küstensiedlungen geeignete Transportmittel. Die Binnenschifffahrt wiederum verlässt sich zu einem weit größeren Teil auf Ruder und Treidelpfade als auf Segelei.

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